Ladestation in Mehrfamilienwohnhäusern

Wer ein Elektroauto kauft, dem winkt eine Prämie von über 4.000 Euro und eine Befreiung von der Kfz-Steuer für 10 Jahre.

Doch warum finden sich bislang nur wenige Käufer für Elektroautos?

Ladestation auf dem eigenen Parkplatz empfehlenswert

Während der Halter eines benzinbetriebenen Autos an jeder beliebigen Tankstelle tanken kann, hat auch der Elektroautofahrer inzwischen immer mehr Möglichkeiten, elektrischen Strom an verschiedenen Ladestationen deutschlandweit anzuzapfen. Dennoch ist es für den Besitzer eines elektrobetriebenen Autos unerlässlich, eine eigene Ladestation anzuschaffen. Denn je nach Fahrzeug, Ladestand der Batterie oder auch Ladestation, kann ein vollständiger Ladevorgang eines Elektroautos bis zu 8 Stunden andauern. (Bei sehr teuren Schnellladestationen mit Starkstrom kann eine fast vollständige Aufladung innerhalb 30 Minuten von statten gehen)

Wer zuhause eine Ladestation installieren möchte, stößt auf Hürden

So ist es ratsam, das Auto stets über Nacht zu laden. Dies ist an keinem Ort praktischer als auf dem häuslichen Parkplatz. Das notwendige Nachrüsten des Unterstandes mit Strom stellt bei Immobilieneigentümern, die eine Einzelgarage auf ihrem eigenen Grund stehen haben, ein geringes Problem dar.

Die Hürde ist hierbei für Mieter in Mietwohnungen und auch für Eigentümer in einer Wohnanlage mit Tiefgarage größer, denn diese sind von dem Wohlwollen der Miteigentümer abhängig und dürfen somit ohne die Zustimmung der anderen das Verlegen von Stromkabeln oder die Installation einer Ladestation nicht in die Wege leiten. Selbst wenn der Besitzer bereit ist, alle Kosten auf sich zu nehmen, gilt hierbei der Mehrheitsbeschluss, denn sobald es um bauliche Eingriffe und Veränderungen am Gemeinschaftseigentum geht, sind viele rechtliche Hürden zu überwinden, da sie von den Kosten für Installation und Unterhaltung betroffen sind. Und da so ein Elektroanschluss nicht zum Mindeststandard einer Wohnung gehört, hat der Einzelne keinen Rechtsanspruch darauf.

So müssen vor der Installation einer Ladestation grundlegende Fragen (auch mit den Miteigentümern) geklärt werden: Wie erfolgt die Stromabrechnung und was passiert bei einem Auszug? Wie und wo sollen die Kabel verlegt werden? Welche Ladestation ist langfristig am besten geeignet?

Gemeinsame Investition für die Zukunft

Die einfachste Lösung bei der Installation einer Ladestation ist das Verlegen eines Stromkabels vom Zähler des Eigentümers oder Mieters zum Stellplatz des Autos und das Anschließen einer Steckdose daran. Solche ein Verlegen der Kabel stellt jedoch einen hohen Aufwand dar und durch die notwendigen Mauerdurchbrüche sind erneute brandschutzmaßnahmen notwendig.

Eine Alternative bietet eine Verlegung eines ausreichend dimensionierten Kabel vom Hausanschlussraumes des Wohnhauses. Von dort aus können von einem installierten Verteilerkasten die einzelnen Kabel zu den Stellplätzen verlegt werden. So entsteht im Laufe der Jahre kein Kabelwirrwarr, wenn sich weitere Eigentümer für das umweltfreundliche Elektroauto entscheiden sollten.

Gerne beraten wir Sie ausführlich zur Installation von Ladestationen und klären Sie über die Vor- und Nachteile dieser auf!

2018-12-17T15:43:32+00:00